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FC Würzburger Kickers erhält ihre U23-Mannschaft

Wie jedes Jahr hatten die Verantwortlichen des FC Würzburger Kickers die sportliche Ausrichtung des Vereins in allen Bereichen überdacht.

Sie machten kein Hehl daraus, dass der Erhalt der U23-Mannschaft einer breiten finanziellen Unterstützung bedarf. Bei der Mitgliederversammlung verkündete FWK-Präsident Daniel Sauer den Rothosen nun die frohe Botschaft: „Ja, wir werden die U23 aufrechterhalten können. Ein riesiges Dankeschön geht an das Unterstützerteam um Lars Krakat, Dr. Michael Schlagbauer, Michael Grieger, Christoph Schleunung und Johannes Kurr.“ Die Kickers hatten immer wieder betont, welch hohen Stellenwert die älteste Nachwuchsmannschaft im Verein einnimmt. Allerdings fehlt den Rothosen ab der kommenden Saison der finanzielle „Fallschirm“, den sie als Zweitliga-Absteiger von der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die zweckgebundene Nachwuchsförderung bekommen hatten.

Enge Verzahnung

„Wir setzen auf unseren Nachwuchs, weil wir davon überzeugt sind, dass wir so nachhaltig etwas aufbauen können und es der Weg ist, der am besten zu uns passt. Wir sind ein familiärer Verein und haben mit diesem Modell einen Weg gefunden, der den gesamten Klub noch enger zusammenschweißt“, betont Sauer. FWK-Cheftrainer Michael Schiele erklärt, dass „Spieler, die aus der U19 kommen und Potenzial für höhere Aufgaben besitzen, sich in einem Jahr bei der U23 für die Profis empfehlen können. Vielleicht muss auch mal ein Auge zugedrückt und in einer Sondersituation ein oder zwei weitere Jahre in Angriff genommen werden, aber das muss dann schon genau überlegt und vom Spieler auch gewollt sein“.

Dass beim Engagement der Unterstützer das Herzblut eine entscheidende Rolle gespielt hat, liegt auf der Hand. „Aus meiner Sicht ist es wichtig, die Perspektivspieler nach der U19 weiter an den Verein zu binden und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zunächst im Aktivenbereich zu akklimatisieren und sich dort weiterzuentwickeln“, sagt e.V.-Aufsichtsratsmitglied Lars Krakat: „Das erarbeitete neue Konzept, in der U21/23 mit einem kleinen Stammkader zu arbeiten, der von unten und oben ergänzt wird, um eine enge Vernetzung und Durchlässigkeit von der U17 bis zu den Profis zu erreichen, ist eine sehr gute Lösung. So kann der Verein aus dem Jugendbereich heraus nachhaltig aufgebaut werden.“

U23 als wichtiges Bindeglied

FWK-Ehrenpräsident Dr. Michael Schlagbauer fügt hinzu, dass der „Nachwuchs immer das Herzstück des Vereins gewesen ist. Mit 19 Jahren ist die fußballerische Ausbildung noch nicht abgeschlossen. Wir sind überzeugt, dass der große Sprung vom Jugendbereich in die 3. Liga durch den Erhalt der U23, die künftig eher einer U21 entspricht, etwas abgefedert werden kann und die Jungs durch dieses strategische Bindeglied eine reelle Chance haben, sich an die erste Mannschaft heranzuarbeiten“.

Zudem liegt e.V.-Aufsichtsratsmitglied Michael Grieger eine Sache ganz besonders am Herzen: „Es wäre schön, wenn viele Fans das Team in Zukunft auch vor Ort unterstützen, wenn die Spiele dann hoffentlich nicht mehr parallel zu den Profis stattfinden. Die Jungs haben es sich einfach verdient.“

Freier Eintritt dank Jugendförderkarte

Die Kickers wollen in der kommenden Saison – auch wenn die zeitgenauen Ansetzungen der Drittliga-Partien erst wenige Wochen zuvor feststehen – Parallelspiele der U23 sowie der U19 vermeiden. Um das Niveau und Budget im Jugendbereich in Zukunft weiter steigern zu können, ist der Verein weiterhin auf Unterstützung jeglicher Art angewiesen. Dazu kann jeder einen Teil beitragen. Ob mit einer Jugendförderkarte, mit der man freien Eintritt für alle Spiele von der U23 bis zu den Bambinis erhält, einer Unterschrift oder dem Firmenlogo auf einem Jugendbus, einem Werbebanner auf einem der Kickers-Plätze oder einem Trikotsponsoring bei Jugendmannschaften.

Nachdem die U23 mit dem 6:1-Kantersieg gegen den SV Erlenbach/Main am Sportpark Sieboldshöhe den Klassenerhalt in der Bayernliga Nord vorzeitig perfekt gemacht hatte, stehen in diesen Tagen die Gespräche mit den Spielern an. Der Traum vom Profifußball lebt für viele von ihnen weiter.

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