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Jojo Rabbit erhält Auszeichnung von Prädikat „Besonders wertvoll“

Der neue Film Jojo Rabbit vom neuseeländischen Regisseur Taika Waititi erhält von der FBW (Filmbewertungsstelle) eine Auszeichnung vom Prädikat „Besonders wertvoll“.

Das American Film Institute (AFI) zählt Jojo Rabbit zu den zehn bedeutendsten Filmen des Jahres 2019, was ihn zu einem heißen Anwärter für die Oscar-Verleihung macht. Bei den Hollywood Critics Association Awards 2020 (HCA Awards) ist der Film fünfmal nominiert, und außerdem in den Kategorien Bester Film, Bester Regisseur und Bestes adaptiertes Drehbuch. Auf dem Toronto International Film Festival 2019 wurde Jojo Rabbit mit dem People’s Choice Award ausgezeichnet. Jojo Rabbit startet am Donnerstag, den 23. Januar 2020 bundesweit in den Kinos.




Jojo Rabbit von Erfolgsregisseur und Drehbuchautor Taika Waititi (Thor: Tag der Entscheidung, Wo die Helden Menschen jagen) stellt in seiner Zweiten-Weltkrieg-Satire das Weltbild eines einsamen Jungen (Roman Griffin Davis als Jojo), der im Nazi-Deutschland aufwächst auf den Kopf. Als er herausfindet, dass seine Mutter (Scarlett Johansson) ein jüdisches Mädchen versteckt, weiß er nicht was er tun soll. Jojo muss sich nun seinem blinden Nationalismus stellen, der durch seinen imaginären besten Freund Adolf Hitler (Taika Waititi) genährt wird.

Auszüge aus der Begründung der FBW:

Für seine Anti-Kriegs-Satire nahm sich Regisseur Taika Waititi den Roman „Caging Skies“ von Christine Leunens als Grundlage. Schon mit dem Titelsong – die deutsche Version des Beatle-Klassikers „I wanna hold your hand“ („Komm gib mir deine Hand“) – wird klar, welche Form von Humor der Film ansteuert. Sämtliche Stereotype der nationalsozialistischen Herrschaft werden aufs Korn genommen, das Ensemble, allen voran Sam Rockwell als abgehalfteter SS-Soldat, Rebel Wilson als überfruchtbare Erzieherin und Stephen Merchant als eifriger Gestapo-Offizier, wissen mit ihren Rollenklischees lustvoll umzugehen. Doch neben den vielen gut gesetzten Spitzen gegen die Unsinnigkeit des NS-Regimes und dem herrlich albernen und überzeichneten Spiel von Waititi selbst als Hitler besitzt der Film ein großes Herz, welches er spätestens mit der Einführung der Beziehung zwischen Mutter und Sohn öffnet. Scarlett Johannson spielt Jojos Mutter mit entwaffnender Fröhlichkeit und unerschütterliche Liebe zu ihrem Sohn. Sie weiß, dass er von den Nazis und ihrem Glauben verblendet ist, aber glaubt immer auch an das Gute in ihm. So vertraut sie darauf, dass er seinen Weg zurück schon finden wird. Und genau das geschieht. Roman Griffin Davis ist als Jojo eine absolute Entdeckung und als Zuschauer kann man nicht anders, als ihn in all seinen Gefühlslagen und –verwirrungen ins Herz zu schließen. Und wenn dann am Ende des Films David Bowie die deutsche Version von „Heroes“ zum Besten gibt, ein Rilke-Zitat die Essenz des Films zusammenfasst, dann spürt man, dass der Film mehr ist als eine brillant geschriebene Satire oder eine spannende Geschichte. Es ist ein grundehrlicher Aufruf, das Leben zu lieben. Und alle Menschen dazu.

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