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Panorama

Die größten Ereignisse des Jahres im Poker

Von der heimischen Runde beim Kartenabend bis zu den legendären Pokertischen in Las Vegas haben Zocker auch in diesem Jahr jede Menge Gelegenheit, ihrem Hobby zu frönen.

Wem es in Deutschland ernst mit dem Pokerspiel ist, der kann sein Talent unter anderem in der Poker Bundesliga unter Beweis stellen. Die deutschen Bracelet Meisterschaften mögen zwar nicht den sagenhaften Ruf wie die millionenschwere World Series of Poker (WSOP) haben, aber unterschätzen sollte kein ernsthafter Zocker die deutschen Turniere.

Für Anfänger geeignet ist die europäische WSOPE After Work Serie, bei der es um niedrige Einsätze geht. Zu gewinnen ist allerdings weitaus mehr als nur Erfahrung, obwohl gerade diese im Poker enorm wichtig ist. Auf Regionen aufgeteilte Ranglisten-Spiele, Champions Race und Queens Poker, der nicht nur für Damen gedacht ist, geben Spielern reichlich Gelegenheit, ihr Können zu verfeinern. Schließlich heißt es nicht umsonst, dass es beim Pokern fünf Minuten dauert, um die Regeln zu lernen, und ein Leben lang, um das Spiel zu beherrschen.

Dazu gehört unter anderem, an seiner Strategie zu arbeiten. Wer es beim Pokern zu etwas bringen will, muss außer jeder Menge psychologischem Verständnis und mathematischem Gespür auch ein Gefühl dafür entwickeln, wann er auf Nummer sicher gehen sollte und wann es sich lohnt, in die Offensive zu gehen. Ideal dafür sind Online-Pokerturniere. Hier fallen zwar die Signale durch Körpersprache weg, aber studieren lassen sich die Gegner dennoch. Ein gewiefter Spieler achtet darauf, wer kontinuierlich vorsichtig setzt, wer zum bluffen neigt, wer zaufert und wer sich binnen Sekunden entscheidet. Weil das Spielen online die Möglichkeit zulässt, jeden einzelnen Spielzug zu notieren und anschließend zu analysieren, welche Manöver erfolgreich waren und welche sich überwiegend als Fehlentscheidungen herausgestellt haben, kann sein eigenes Spiel darauf abstellen.

Wer als Zocker seine eigenen Schwächen und Stärken erkennt, kann an ihnen arbeiten. Dazu gehört auch, zu wissen, wann man aussteigen sollte. Das kann sich im laufe der Zeit sogar als Vorteil erweisen, weil ein Zuschauer viel besser die anderen Spieler und deren Charakteristiken kennen lernen kann. Obwohl der Glücksfaktor immer eine kleine Rolle spielt, wissen die besten Zocker, dass sie bei Poker Turnieren nicht gegen die Karten, sondern die Persönlichkeiten der anderen Spieler antreten.

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Pokerfans, die es in der Bundesliga oder bei kleineren Online-Turnieren zu gewissen Erfolgen gebracht haben, können sich von Stadt- und Kreismeisterschaften bis hin zu Landesmeisterschaften und der deutschen Bracelet Meisterschaft hocharbeiten. Mit genügend Erfahrung lohnt es sich, die Teilnahme an den europäischen Pokerturnieren ins Auge zu fassen. Zu den größten Ereignissen gehört dabei die 2004 gegründete European Poker Tour, die üblicherweise unter anderem in Berlin und Prag Station macht. Der nächste termin auf dem Tourplan ist ein neuntägiges Turnier vom 19. bis 28. März im russischen Sotschi.

Wie so vieles andere auch werden allerdings zumindest in den kommenden Monaten die meisten Events an den Pokertischen nicht vor Ort, sondern online abgehalten. Für die Zocker bedeutet das zwar den Wegfall von Fersenhaufnahmen und mehr oder weniger glamourösen Lokalitäten, aber dafür sparen sie sich die Reisekosten und können dafür sorgen, dass sie in vertrauter Atmosphäre zur Rue kommen, statt sich in einem ungewohnten Hotelzimmer zu finden.

In den USA werden die ersten Events bereits wieder live veranstaltet. 10.000 Dollar High-Roller-Turniere mit 500 Dollar Buy-Ins in Las Vegas sorgten genau wie die Lone Star Poker Series in Houston und WPT Deepstakes Turnieren in Las Vegas für volle Tische und gut gefüllte Preistöpfe.
European Poker Tour, World Series of Poker und World Series of Poker Europe sowie die World Poker Tour lohnen das Zuschauen selbst für Zocker, die sich noch nicht reif für die großen Turniere fühlen.

Etliche der erfolgreichsten Spieler haben klein angefangen und das Zocken online erlernt, wo sich auch ihre ersten Turniere absolviert haben. Eines der wohl bekanntesten Beispiele ist Pius Heinz, der im Jahr 2011 als erster deutscher Pokerspieler den Main Event in der World Series of Poker in Las Vegas gewonnen hat und damit außer zum Weltmeister auch zum mehrfächen Millionär wurde. Heinz, der zu dem Zeitpunkt gerade mal 22 Jahre alt war, hatte erst als 18-jähriger Student auf dem Rechner mit dem Pokerspiel angefangen. Außer seinem unleugbaren Grundtalent brachte er genügend Geduld und Selbstkritikfähigkeit mit, um sein Spiel unparteiisch analysieren un Schwachstellen ausmerzen zu können. Als er auf Live-Events wechselte, die ihn schließlich zu seinem Triumph in Las Vegas führten, vermisste er die Schnelligkeit, in der Online-Spiele ausgetragen werden. Während sich am Live-Tisch in den Endrunden Hände über Stunden erstrecken können, weil außer dem Kartentalent gerade in den Finalrunden die Nervenstärke mit entscheidet, sind Online-Spiele deutlich kürzer.

Dass Ausdauer und Nerven wie Drahtseile nicht nur der jüngeren Generation vorbehalten sind, hat acht Jahre nach Pius Heinz ein weiterer deutscher Zocker in Las Vegas bewiesen. Der 55 Jahre alte Hossein Ensan besiegte in einem vier Stunden dauernden Finale im Juli 2019 den 32-jährigen italienischen Pokerprofi Dario Sammartino. Ensans Sieg machte den Familienvater um zehn Millionen Dollar reicher. Sammartino gewann für seinen zweiten Platz sechs Millionen Dollar. Insgesamt hatten 2019 rund 8600 Zocker aus aller Welt an dem zwei Wochen dauernden Turnier teilgenommen. Insgesamt ging es dabei um mehr als 80 Millionen Dollar Preisgeld.

Obwohl Erfolge wie die von Pius Heinz und Hossein Ensan äußerst rar sind, kann es dennoch fast jeder Zocker mit genügend Übung seine Strategie so weit verbessern, dass er sich am Tisch oder online behaupten kann, und wenn es nur beim Kartenabend unter Freunden oder beim regionalen Turnier im Lokal um die Ecke ist. Schließlich muss es nicht unbedingt Las Vegas sein.

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