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Bildquelle: Roßmann / SSV Jahn

2. Bundesliga

SSV Jahn Regensburg-Legende Oli Hein vergibt zu Ehren seine Nummer 17 nie wieder

Nach der abgelaufenen Saison hat Jahn-Legende Oli Hein seine aktive Fußballkarriere beendet und beschlossen, zu Ehren sein Trikot von SSV Jahn Regensburg die Nummer 17 nie wieder herzugeben.

14 Jahre trug er das Trikot des SSV Jahn Regensburg, zwölf Jahre davon als Profi. Oli Hein und der SSV Jahn – eine im (Profi-)Fußball außergewöhnliche Bindung. Um diese zu untermauern, wurde der ehemalige Jahn Profi in einem internen Rahmen verabschiedet. Unter anderem wurde ihm dabei als Geschenk überreicht, dass seine Rückennum- mer 17 beim SSV Jahn Regensburg nie wieder vergeben wird.




Als Oli Hein am 23. Mai nach 14 Jahren das letzte Mal für den SSV Jahn Regensburg auf dem Platz stand und mit seiner Mannschaft durch den 3:0-Heimsieg über den FC St. Pauli den Klassenerhalt perfekt machte, konnten aufgrund der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden politischen Beschlüssen nur wenige Menschen live im Stadion mit dabei sein. Es war ein Abschied, wie ihn Hein für seine Treue zum SSV Jahn Regensburg nicht verdient hatte. Um Hein noch einmal zu würdigen, lud der Verein deshalb am Sonntagabend zahlreiche Wegbegleiter ins Jahnstadion Regensburg zu einer offiziellen Abschiedsfeier ein. Aktuelle und ehemalige Jahn Spieler, Mitarbeiter und Gremienmitglieder aus Oli Heins langer Zeit beim SSV Jahn sowie viele Freunde und Familienangehörige waren vor Ort. Die Feierlichkeit fand unter der Hans-Jakob-Tribüne statt. Ein Symbol für die große Fannähe, die Hein während seiner gesamten Laufbahn ausgezeichnet hatte.

Zuvor wurde Hein vom SSV Jahn Regensburg den ganzen Tag über auf eine Überraschungszeitreise durch die wesentlichen Stationen seiner Fußballlaufbahn geschickt. Von seinem Heimatverein SV Salching (Landkreis Straubing-Bogen), seinem zweiten Jugendverein FC Dingolfing über das Stützpunktgelände in Straubing bis zu verschiedenen erinnerungsträchtigen Orten in Regensburg. So traf er am Gelände des alten Jahnstadions auf die 2012er Aufstiegsmannschaft, welche der Einladung des SSV Jahn Regensburg zu großen Teilen gefolgt und extra für Oli Hein viele Jahre nach dem ge- schichtsträchtigen „Wunder von Karlsruhe“ wieder zusammen gekommen war. Später besuchte Hein die Praxen von Physiotherapie Brummer, wo er zum „Ehrenpatienten auf Lebenszeit“ ernannt wurde, und Mannschaftsarzt Dr. Harlass-Neuking. Anschließend traf er sich noch mit seinem ehemaligen Trainer Achim Beierlorzer am neuen Funktionsgebäude der Jahn Profis, der ihn dann schließlich zur offiziellen Abschiedsfeier zum Jahnstadion Regensburg brachte.

Dort hatte der SSV Jahn Regensburg neben verschiedenen Laudationen drei Geschenke für Hein vorbereitet. Als erstes eine Collage für sein Zuhause mit Impressionen von allen seinen Spielzeiten beim SSV Jahn Regensburg. Das zweite Geschenk wurde vor Oli Hein noch keinem anderen Jahn Spieler zu Teil: Seine Rückennummer 17 wird beim SSV Jahn Regensburg fortan nie wieder vergeben werden. Und zu guter Letzt durfte Hein mit seiner Frau Kathi die neue Hochbande unter dem Dach der Hans Jakob Tribüne enthüllen. Zu sehen darauf ist das Konterfei Heins mit seiner Rückennummer 17, dem Zeitraum 2007-2021, in dem er für den SSV Jahn aktiv war, sowie ein Zitat, das Hein geprägt hat: „Es erfüllt einen mit Stolz und Demut, wenn man Teil eines Kapi- tels in einem Buch sein darf und nicht nur ein einzelner Satz.”




Christian Keller, Geschäftsführer Profifußball des SSV Jahn Regensburg, erklärte, warum sich der SSV Jahn zu diesen außergewöhnlichen Geschenken entschieden hat: „Oli hat etwas gemacht, was im deutschen Profifußball nur noch in ganz wenigen Fällen üblich ist: Er hat seine gesamte Karriere bei einem Verein verbracht. Alleine das macht ihn schon besonders. Wer Oli kennt, der weiß aber auch, und das ist noch viel entscheidender: Oli ist ein ganz toller Mensch, der sich allen voran über seine Haltung definiert. Oli steht für klare Werte und hat ‚Jahn sein‘ über viele, viele Jahre vorbildlich vorgelebt hat – in den guten, aber vor allem auch in den nicht so guten Zeiten.“

Oli Hein zeigte sich berührt von den Geschenken des SSV Jahn. „Das Geschenk, dass meine Rückennummer nicht mehr vergeben wird, ist die größte Ehre, die einem Fußballer zu Teil werden kann“, sagte er. „Das erfüllt mich einfach mit Stolz. Dass ich zudem auf der Hans Jakob Tribüne verewigt wurde, ist in Worten nicht zu beschreiben.“

Im Rahmen des ersten Heimspiels der neuen Saison 2021/22 gegen den SV Sandhausen (31.07.) ist zudem geplant, dass sich auch die Jahnfans von Oli Hein gebüh- rend verabschieden können. Genauere Infos dazu folgen zeitnah.

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