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Quelle: VfL Bochum

2. Bundesliga

VfL Bochum: Die Mitgliederversammlung in Zahlen

Am Mittwochabend versammelten sich bei der diesjährige Mitgliederversammlung des VfL Bochum von 11.538 Mitgliedern 1.063 beim RuhrCongress.

Der VfL Bochum ist anhand dieser Gesamtmitgliederzahl, einem neuen Rekordwert in der Vereinsgeschichte, unter den TOP 50 der mitgliederstärksten deutschen Sportvereine sowie unter den TOP 25 der deutschen Profi-Fußballvereine.




Die VfL Bochum 1848 GmbH und Co. KGaA konnte dabei vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2018/19 punkten. Zum Stichtag 30.06.2019 wiesen die Blau-Weißen in der Aufrechnung der Aufwände (rd. 33,2 Millionen Euro) und Erträge (rd. 34,1 Millionen Euro) ein Plus von ca. 833.000 Euro auf. Das Ergebnis konnte gegenüber der ursprünglichen Planung (389.000 Euro) somit mehr als verdoppelt werden.

Zudem konnte der VfL Bochum sowohl im Bereich des Dauerkartenverkaufs (6.721, Höchstwert der Zweitligazugehörigkeit) als auch im Merchandising (1,23 Millionen Euro Umsatz) für die Saison 2018/19 neue Bestmarken aufstellen. Sehr erfreulich ist auch die Entwicklung als „Drehscheibe der Wirtschaft“: Die Vermarktungseinnahmen (11,2 Millionen Euro) bleiben hoch, bei den Dauerkarten in der Stadtwerke Bochum LOUNGE konnte ein neuer Saisonstart-Rekord erzielt werden, und mit langjährigen Partnern sind die Verträge verlängert worden. Im BOKENNER Klub ist zudem die Mitgliederzahl auf rund 500 verdoppelt worden. Aus den medialen Verwertungsrechten ergab sich für das Geschäftsjahr 2018/19 eine Summe von rd. 14 Millionen Euro. In der TV-Geld-Tabelle für die Saison 2019/20 belegt der VfL  Bochum den 7. Platz. Inklusive der Säulen „Nachwuchs“ und „Solidarität“ sowie dem TV-Geld aus dem DFB-Pokal wird für die laufende Spielzeit mit 15 Millionen EUR geplant.

Bei der Gewinn-/Verlustrechnung steht beim VfL Bochum 1848 Fußballgemeinschaft e.V. eine so genannte „schwarze Null“ (5.000 EUR). Dies ist auch das Ziel für die Zukunft (geplant 2019/20: 19.000 Euro). Bei der KGaA sieht es laut Ilja Kaenzig, Sprecher der Geschäftsführung des VfL Bochum 1848, wie folgt aus: „Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Vereins über den Erwartungen entwickelt. Das Geschäftsjahr 2018/19 nahm wirtschaftlich in Summe einen zufriedenstellenden Verlauf.“

Für die aktuelle Saison ist in der KGaA ein Gewinn von 99.000 Euro geplant. Mit Blick auf den Lizenzspieleretat plant der VfL Bochum in dieser Saison mit 11,9 Millionen Euro. Das Eigenkapital ist sowohl beim e.V. als auch bei der KGaA positiv. Liquidität ist ausreichend vorhanden, die DFL-Richtlinien klar erfüllt. „Wir wollen auch in dieser Saison unseren finanziellen Konsolidierungskurs fortsetzen“, sagt Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender des e.V. sowie Vorsitzender des Präsidiums der KGaA. „Dass wir die Lizenz für die aktuelle Spielzeit erneut und damit zum dritten Mal in Folge ohne Auflagen und Bedingungen erhalten haben, spricht für wirtschaftlich stabile Verhältnisse.“

Dennoch gelte es sich zum Beispiel von der TV-Tabelle ein Stück weit zu emanzipieren, so die Erkenntnis von Vereins- und Geschäftsführung, um die Etatplanung künftig zu erleichtern. Profitabel zu arbeiten sei eines der Hauptziele, betont Ilja Kaenzig: „Nur so können wir Nachhaltigkeit garantieren und unabhängig bleiben, und zwar mit oder ohne potenziellen zukünftigen Investor.“ Die Thematik eines potenziellen strategischen Partners war denn auch einer der Punkte in der Aussprache mit den Mitgliedern zu den Geschäftsberichten. „Wir gehen sehr sorgfältig mit dem Thema um und werden uns die Zeit nehmen, um den richtigen Partner zu finden“, erläutert Hans-Peter Villis den Stand im laufenden Prozess. Entsprechend der positiven Bilanzen wurde das Präsidium für das Geschäftsjahr 2018/19 mit großer Mehrheit entlastet.

Dass es in sportlicher Hinsicht noch Luft nach oben gibt, kam selbstverständlich auch zur Sprache. „Der Saisonstart ist absolut nicht nach Wunsch verlaufen, der aktuelle Tabellenplatz 17 ist enttäuschend und bedrohlich zugleich“, so die Einschätzung von VfL Bochum-Geschäftsführer/Sport Sebastian Schindzielorz, der eine schwierige Saison erwartet und gerade deshalb an die Geschlossenheit appelliert: „Es liegt an uns allen, den Zusammenhalt herzustellen. Das ist der Weg, von dem ich überzeugt bin, dass er für den VfL der richtige ist. Wir glauben an unsere Mannschaft, die die Qualität hat, ein wesentlich besseres Ergebnis zu erzielen, als es der momentane Tabellenstand aussagt.“ Für Schindzielorz ist der neue Cheftrainer Thomas Reis dabei der richtige Mann am richtigen Ort: „Er verkörpert jene Mentalität, die ich von uns allen eingefordert habe. Mit Thomas Reis haben wir einen Trainer verpflichtet, der uns nicht nur in der Gegenwart hilft, das Team besser zu machen, sondern auch zukünftig daran arbeitet, dass der VfL Bochum erfolgreich ist.“




Gegenwart und Zukunft vereinen sich im Talentwerk, dessen Bedeutung Sebastian Schindzielorz noch einmal hervorhob. Die begabtesten Absolventen durften bereits Profiluft schnuppern, in der vergangenen Saison hatte der VfL Bochum 17 Akteure aus dem eigenen Nachwuchs im Profikader, diese Saison sind es in Summe 13. Mögliche zukünftige Kandidaten aus den eigenen Reihen könnten Jean-Philippe Njike Nana (U15), Aaron Addo (U17) und Ibrahim Kaba (U19) sein, die allesamt mit der Werner-Altegoer-Medaille als Jahrgangsbeste der Leistungs- bzw. Übergangsklassen ausgezeichnet wurden.

Weitere Ehrungen, die im Rahmen der Mitgliederversammlung erfolgten, bezogen sich auf die VfL Bochum-Mitgliedschaft. Zwanzigmal gratulierte Hans-Peter Villis zu einem Vierteljahrhundert, deutlich übersichtlicher wurde es bei 40-, 50- oder gar 60-jähriger Mitgliedschaft. Peter Beckmann ist derjenige, der dem VfL Bochum seit sechs Jahrzehnten die Treue hält. Unter denen, die seit einem halben Jahrhundert dabei sind, findet sich auch VfL Bochum-Legende Hermann Gerland. Zudem wurde den Vereinsikonen Michael „Ata“ Lameck (70) und Dariusz Wosz (50) nachträglich zum runden Geburtstag gratuliert.

Die einzige Wahl, die in diesem Jahr anstand, betraf die Findungskommission. Hier wurden auf Vorschlag des Ehrenrats die bisherigen Mitglieder Kerstin Kliß, Günther Bernhörster, Roland-Peter Mitschke, Johann Philipps und Thomas Schönberg wiedergewählt.

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