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Hannover 96 stellt fehlerhafte Zahlen und Sachverhalte dar

Die Interessengemeinschaft (IG) Pro Verein 1896 stellt auch in ihrem sogenannten Faktencheck zur Stellungnahme von Hannover 96 vom 2. November 2018 Behauptungen auf, die nicht den Tatsachen entsprechen.

Der von Unwissenheit und Oberflächlichkeit geprägte Faktencheck trägt durch die Veröffentlichung von falschen Zahlen und die unkorrekte Wiedergabe von Sachverhalten bedauerlicherweise nicht zu dem von der IG genannten Ziel bei, „eine zukunftsfähige Zusammenarbeit mit den Profigesellschaften zu etablieren“. Im Gegenteil.

Zudem erweckt IG Pro Verein erneut den Eindruck, sich mehr für die Belange des Wirtschaftsunternehmens Profifußball bei Hannover 96 zu interessieren als für den Amateur- und Breitensport bei 96 e.V.

Die Behauptung, Hannover 96 habe für die Zeit nach den Europapokalteilnahmen mit Ausnahme der Zweitligasaison aktuell die „geringste Nettoinvestitionssumme“ für die Mannschaft vorgenommen, ist nicht nachvollziehbar. IG Pro Verein beruft sich als Quelle auf „transfermarkt.de“. Ein Internetportal, das über keinen Einblick in Verträge verfügt, als Quelle heranzuziehen, ist mehr als unseriös. Entsprechend falsch ist die Darstellung, in der aktuellen Saison habe Hannover 96 „lediglich 4,65 Millionen Euro mehr ausgegeben als eingenommen“. Tatsache ist, dass Hannover 96 neben den Ausgaben von mehr als 17 Millionen Euro für Neuzugänge in der Saison 2018/2019 erhebliche Ausleihentschädigungen für mehrere Nationalspieler gezahlt hat. Der von IG Pro Verein erhobene absurde Vorwurf, die Profimannschaft „kontinuierlich auszubluten“, wird durch Veröffentlichung falscher Zahlen nicht richtiger.

Im Faktencheck bezieht sich IG Pro Verein im Zusammenhang mit Hannover 96 auf „explodierende TV-Gelder“. Tatsache ist, dass Hannover 96 in den vergangenen Spielzeiten aufgrund des sportlichen Abstiegs in die 2. Liga jeweils geringere TV-Erlöse hatte als in der Saison 2015/2016.

Im Faktencheck beruft sich IG Pro Verein zudem auf die Umfrage eines Sport-Internetportals, der zufolge rund 80 Prozent der Umfrageteilnehmer nicht möchten, dass „werthaltige Spieler verkauft werden und somit den geplanten Weg von Martin Kind nicht mitgehen wollen“. Dazu sei klargestellt: Ein Weg, wie ihn Pro Verein unterstellt, gibt es nicht und ist auch nicht geplant. Profifußball ist kein Wunschkonzert, und ein Verein wie Hannover 96 wird wie andere direkte Konkurrenten immer auch auf Transfereinnahmen angewiesen sein. Trotzdem noch einmal in aller Deutlichkeit: Hannover 96 plant keinen Ausverkauf und hat dies durch seine Transferpolitik im Sommer deutlich bewiesen. Wer anderes behauptet, schürt bei Fans ohne Grundlage Ängste. Dafür haben wir kein Verständnis.

Noch weniger Verständnis haben wir dafür, dass offensichtlich ein Gremienmitglied von Hannover 96 und IG-Pro-Verein- Vertreter eine Änderung im Gesellschaftsvertrag der Hannover 96 KGaA bei der Ethikkommission des Deutschen Fußball- Bundes (DFB) angezeigt und danach Medienvertreter darüber informiert haben soll. Ein solches Verhalten ist beschämend und nicht zu akzeptieren.

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