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DFB – Deutliche Distanzierung von “Vereinsholocaust-Banner” gefordert

Der Deutsche Fußball-Bund verurteilt in aller Schärfe das von Anhängern des Zweitligisten Erzgebirge Aue beim Auswärtsspiel in Braunschweig gezeigte Banner “Sportgerichtsbarkeit=Vereinsholocaust”.

Der DFB fordert von den Verantwortlichen eine Entschuldigung und von der Fanszene in Aue eine deutliche Distanzierung, daneben wird sich der DFB-Kontrollausschusses mit dem Spruchband befassen. Das Banner verharmlost in nicht hinnehmbarer Weise die Verbrechen des Nationalsozialismus und verhöhnt damit die Opfer des menschenverachtenden Holocaust.

Der DFB sieht mit Blick auf den angestrebten Dialog mit den Ultra-Gruppierungen über manche Plakate hinweg, deren Aufschriften jenseits des guten Geschmacks liegen. Das Banner aus Aue lässt dagegen keine Toleranz oder Ermessen zu, niemand darf im Bewusstsein des historischen Kontextes darüber hinwegsehen. Der DFB verleiht auch deshalb alljährlich den Julius Hirsch Preis, benannt nach dem von den Nazis ermordeten jüdischen Nationalspieler. Der Preis erinnert daran, dass Antisemitismus und Rassismus auf und neben dem Fußballrasen keinen Platz haben dürfen.

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat in seinem Dialogangebot an die Fan-Initiativen und Ultra-Gruppen zum Innehalten aufgerufen, das gilt auch in diesem konkreten Fall. Der DFB begrüßt, dass es erste Distanzierungen von Fan-Initiativen gibt und wünscht sich, dass alle Fans derartige Entgleisungen verurteilen und damit ein Zeichen setzen.

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