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TSV 1860 München distanziert Rechtsradikaler Gesinnung im Stadion

Der TSV 1860 München nimmt Stellung zu dem Vorfall mit einem der rechten Szene zuzuordnenden Fan an.

Der beim Heimspiel am Samstag, 4. August 2018, gegen die Sportfreunde Lotte aufgrund eines Verstoßes gegen die Stadionordnung aus dem Grünwalder Stadion verwiesen wurde.

„Wir distanzieren uns als Löwen ausdrücklich von Stadionbesuchern, die den TSV 1860 München dazu nutzen, um rechtes Gedankengut zu verbreiten“, sagt Geschäftsführer Michael Scharold, weist aber darauf hin, dass das zur Schau gestellte Körper-Tattoo des aus dem Stadion verwiesenen Fans, derzeit rechtlich nicht für einen Stadionverweis oder -verbot ausreichend ist. „Im Rahmen unseres Hausrechts werden wir aber alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen ergreifen, um Personen mit solchen Haltungen keine Plattform zu geben“, verspricht er.

Der Beschuldigte war mit freiem Oberkörper auf den Zaun geklettert. Nach mehrmaligen Aufforderungen des Ordnungsdienstes, den Zaun zu verlassen, wurde die Polizei gerufen. Diese führte ihn ab. Dabei kam es zu einem Handgemenge und Widerstand gegen die Staatsgewalt.

„Wir stehen für Offenheit, Toleranz und ein respektvolles Miteinander. Das haben wir schon in der Vergangenheit immer wieder durch verschiedene Aktionen zum Ausdruck gebracht“, so Scharold. Der TSV 1860 München sei sich seiner besonderen gesellschaftlichen Verantwortung sehr wohl bewusst. „Vor dem Hintergrund der eigenen Geschichte sehen wir es als Verpflichtung, uns klar gegen Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zu positionieren. Der Fußball soll eine stark integrative Funktion einnehmen, Menschen zusammenbringen und darf keinen Platz für Ausgrenzung bieten.“

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