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VfB Lübeck trennt sich vor dem Wolfsburg-Spiel von acht Spieler

Am letzten Heimspieltag wird es traditionell auch ein wenig sentimental. Auch in diesem Jahr heißt es, Abschied von Spielern zu nehmen, die in der kommenden Saison aus unterschiedlichen Beweggründen nicht mehr unser Trikot tragen werden.

Besonders berührt werden die grünweißen Seelen in diesem Jahr sicherlich beim Abschied von zwei Akteuren, die ein Jahrzehnt und länger ihre sportliche Heimat auf der Lohmühle hatten. Sowohl der langjährige Kapitän Moritz Marheineke als auch Henrik Sirmais, der seit 2002 durch sämtliche Juniorenmannschaften gegangen ist, stehen in der Saison 2018/2019 nicht mehr in unserem Kader. Darüber hinaus verlassen Torhüter Alexander Langer sowie Eric Birkholz, Joshua Gebissa, Gary Noel, Tim Queckenstedt und Stefan Thelen den VfB Lübeck.

Kaum einer prägte das letzte Jahrzehnt so sehr wie Moritz Marheineke. 2008 war der damals 23-jährige von Hannover 96 an die Lohmühle gewechselt und stieg schnell zum Kapitän und Publikumsliebling auf. In seine Zeit fallen großartige Triumpfe im Landespokal, der Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals 2009 und natürlich der Wiederaufstieg in die Regionalliga Nord 2014. „Lui“ hielt seinem Verein die Treue, als es bedingt durch die Insolvenz 2013 erstmals in der Vereinshistorie in die Fünftklassigkeit ging. Beruf, Familie und leistungsorientierter Fußball lassen sich mittlerweile aber nicht mehr in gewünschtem Maße in Einklang bringen, daher endet die lange Karriere mit Ablauf dieser Saison. Wir sind aber sehr sicher, dass wir „Lui“ auch zukünftig sehr häufig auf der Lohmühle begrüßen dürfen.

In Sachen Vereinstreue steht Henrik Sirmais seinem langjährigen Kollegen in Nichts nach. 2002 kam der gebürtige Lübecker als kleiner Steppke an die Lohmühle, durchlief alle Nachwuchsteams und schaffte 2009 den Sprung in den Herrenbereich. Seit Januar 2013 ist er fester Bestandteil des Regionalligateams, kam dort zu 110 Regionalligaeinsätzen. Genau wie bei Marheineke lassen sich auch bei „Simme“ Beruf und die weitere Professionalisierung an der Lohmühle mit verändertem Trainingsrhythmus künftig nicht mehr miteinander vereinbaren. Schweren Herzens trennen sich unsere Wege daher.

Alexander Langer kam vor zwei Jahren vom FC Schönberg an die Lohmühle und erwies sich zunächst hinter Jonas Toboll und in dieser Saison dann hinter Benjamin Gommert als zuverlässiger Backup und kam in sieben Regionalligaspielen zum Einsatz. Nach seiner Zeit beim VfB wird es für den 23-jährigen in den USA weitergehen – dafür wünschen wir ihm alles erdenklich Gute.

Ebenfalls vor zwei Jahren kamen von Hansa Rostock II Joshua Gebissa und vom österreichischen Regionallisten Fierst Vienna FC Gary Noel zu uns. 42 Einsätze, zwei Tore und fünf Assists konnte sich der 23-jährige Gebissa in dieser Zeit in seine Vita schreiben. Torjäger Noel traf in 56 Regionalligaeinsätzen 26 Mal und bereitete 13 weitere Treffer vor. Ihn zieht es nun zurück zur Familie nach London.

Nach einem Jahr an der Lohmühle geht es für Tim Queckenstedt, Eric Birkholz und Stefan Thelen nun andernorts weiter. Der 19-jährige Queckenstedt, aus der A-Jugend von Eintracht Frankfurt gekommen, und Eric Birkholz kamen im gesamten Saisonverlauf verletzungsbedingt zu wenig Spielpraxis. Queckenstedt kann auf lediglich 73 Spielminuten in fünf Regionalligaeinsätzen verweisen, Birkholz stand in nur vier Regionalligabegegnungen auf dem Feld. „Birke“ wird sich künftig intensiver seinem Studium in Rostock widmen.

Stefan Thelen kam kurz vor dem Saisonstart im vergangenen Juli vom australischen Klub Waitakere United zum VfB und bestritt 17 Regionalligaspiele für die Grün-Weißen. Zuletzt war der 26-jährige Rechtsverteidiger zu einem Probetraining in Jordanien. Gut möglich also, dass er seine Karriere im Sommer wieder außerhalb Deutschlands fortsetzen wird.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Moritz Marheineke, Henrik Sirmais, Alexander Langer, Eric Birkholz, Joshua Gebissa, Gary Noel, Tim Queckenstedt und Stefan Thelen für ihren Einsatz in Grün und Weiß und wünschen für die persönliche, sportliche und berufliche Zukunft alles erdenklich Gute!

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